Der Nationalpark Hortobágy, 1973 gegründet und der erste Nationalpark Ungarns, schützt die Puszta, eine weite Steppe, die von der UNESCO für ihr jahrtausendealtes traditionelles Weidesystem zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Eine Steppendurchquerung zwischen Herden und Kanälen
Vom Dorf Hortobágy aus führen die Feldwege aus festgetretener Erde in die Steppe in Richtung Tiszafüred, entlang von Weideflächen, auf denen noch immer das ungarische Steppenrind und die Racka-Schafe mit ihren spiralförmigen Hörnern grasen. Zu rechnen ist mit rund 35 km und gerade einmal 50 Höhenmetern für eine für den Park repräsentative Runde, auf einem fast vollständig flachen Terrain, wie es typisch für die Große Ungarische Tiefebene ist.
Wie man die Tour angeht
Vielseitige Gravelreifen um 38-42 mm eignen sich für die meisten Feldwege des Parks. Das nahezu völlige Fehlen von Höhenunterschieden macht die Tour für Radfahrer aller Niveaus zugänglich — die Hauptschwierigkeit liegt in der Wind- und Sonnenexposition auf dieser offenen Steppe.
Wann hinfahren
Von April bis Oktober, wobei der Sommer auf dieser schutzlosen Ebene recht intensive trockene Hitze mit sich bringen kann. Frühling und Herbst, Zugzeit für zahlreiche Vogelarten, bieten zudem schöne Gelegenheiten zur Vogelbeobachtung.
Gut zu wissen
Hortobágy bietet eine begrenzte, aber ausreichende Auswahl an Unterkünften, mit praktischem Zugang zu Debrecen, der zweitgrößten Stadt Ungarns, etwa vierzig Minuten entfernt, um die Tour mit einer Städteentdeckung zu verbinden.