Als einziger Nationalpark Portugals erstreckt sich Peneda-Gerês entlang der spanischen Grenze im Norden des Landes, zwischen Granitmassiven, Eichenwäldern und noch authentischen Steindörfern. Ein auf europäischer Ebene noch wenig bekanntes Gravel-Terrain.
Eine Landschaft aus Granit und Flüssen
Von Caldas do Gerês, einem kleinen Kurort in einem bewaldeten Tal, führen Waldwege in ein Relief aus Granitmassiven, eingeschnittenen Tälern und alten Eichen- und Kastanienwäldern. Die wilden Flüsse Lima und Cávado durchqueren den Park und speisen mehrere Stauseen, die die Gravel-Routen der Region säumen und in regelmäßigen Abständen fotogene Ausblicke bieten.
Ein jahrtausendealtes Erbe entlang der Pisten
Der Park beherbergt ein bemerkenswertes historisches und kulturelles Erbe: megalithische Nekropolen, Spuren der Romanisierung mit noch sichtbaren antiken Wegabschnitten, Burgen, traditionelle Getreidespeicher auf Stelzen (espigueiros) und jahrhundertealte Gemeinschaftsöfen. Die Pisten durchqueren auch Granitdörfer, in denen traditionelle ländliche Lebensweisen fortbestehen, was einen eindrucksvollen Kontrast zur umgebenden wilden Landschaft bietet.
Wie man die Ausfahrt angeht
Ein Gravelbike mit breiten Reifen um 40 mm nimmt die Vielfalt der Untergründe zwischen fahrbaren Pisten und steinigeren Abschnitten gut auf. Ein tragbarer Wasserfilter ist für lange Ausfahrten nützlich, da Versorgungspunkte abseits der Hauptdörfer des Parks selten sind.
Wann fahren
Von April bis Oktober, wobei die Sommermonate heiß werden können, aber dank der Höhenlage und der Nähe zum Atlantik insgesamt gemäßigter bleiben als im Süden Portugals. Der Frühling bietet nach den winterlichen Regenfällen eine besonders üppige Vegetation.
Gut zu wissen
Caldas do Gerês, seit der Römerzeit besuchter Kurort, bietet eine Auswahl an Unterkünften und Fahrradverleihen für Besucher des Parks, mit praktischem Zugang zu den übrigen Dörfern der Serra do Gerês, um die Erkundung der Region fortzusetzen.