Der Marais Poitevin, nach der Camargue zweitgrößtes Feuchtgebiet Frankreichs, bietet rund um Coulon eine der originellsten Familien-Radrouten des Landes: ein Labyrinth aus Kanälen, gesäumt von Kopfeschen, genannt das “Grüne Venedig” für sein charakteristisches Wassernetz.
Eine Route entlang des Wassers
Ab Coulon, dem Dorf, das als Hauptstadt des Marais Poitevin gilt, folgt die Route den Treidelpfaden entlang der Kanäle Richtung Arçais und bietet einen durchgehenden Blick auf diese einzigartige Wasserlandschaft, beschattet von den seit Generationen an den Ufern gepflanzten Kopfeschen.
Die Rundtour führt weiter nach Damvix, einem weiteren typischen Dorf des Sumpfgebiets, bevor es über ruhige kleine Straßen zurück nach Coulon geht. Rechnen Sie mit etwa 30 km für diese Rundtour, mit zahlreichen Pausenmöglichkeiten an den Kanälen oder in einem der durchquerten Dörfer.
Wie man die Familientour angeht
Das völlig flache Relief (20 Höhenmeter insgesamt) und die insgesamt gut befahrbaren Treidelpfade machen sie zu einer bereits im jüngsten Alter zugänglichen Route, im Anhänger oder Kindersitz für die Kleinsten. Das langsame Tempo, das diese Wasserlandschaft natürlich vorgibt, macht sie zu einer besonders erholsamen Tour, idealerweise kombiniert mit einer traditionellen Bootsfahrt, um die Aktivitäten abzuwechseln.
Die Feuchtgebiete des Sumpfes können Mücken beherbergen, besonders am Ende des Tages und im Sommer: ein Repellent bleibt eine nützliche Vorsichtsmaßnahme, insbesondere für Kinder.
Wann hinfahren
Die ideale Zeit erstreckt sich von April bis Oktober. Der Frühling bietet eine besonders üppige Vegetation und angenehme Kühle; der Sommer bleibt trotz mancher spürbarer Hitze angenehm dank des großzügigen Schattens der Kopfeschen, die den größten Teil der Strecke säumen.
Gut zu wissen
Coulon, ein malerisches Dorf mit den für den Sumpf typischen weißen Häusern, verfügt über eine ordentliche Auswahl an Unterkünften und mehrere Fahrrad- und Bootsverleiher, was es zu einer idealen Basis macht, um den Marais Poitevin an einem halben Tag oder länger zu entdecken.