Corte, die ehemalige Hauptstadt des unabhängigen Korsikas, mitten in den Bergen der Insel gelegen, öffnet den Zugang zum Restonica-Tal: eine enge Granitschlucht, die bis zu den Gletscherseen von Melu und Capitello hinaufführt, zwischen jahrhundertealten Laricio-Kiefern und von den Wildbächen glatt geschliffenen Granitblöcken.
Ein anspruchsvolles granitisches Terrain
Ab Corte folgen die Wege, die sich ins Tal hineinziehen, weitgehend dem Restonica-Wildbach, auf einem Belag, der zwischen flüssigen Forstwegen und technischeren Passagen auf Granitplatten oder -blöcken wechselt. Rechnen Sie mit etwa 25 km und 900 Höhenmetern, um den mit dem MTB befahrbaren Teil des Tals zu erkunden, bis zum Parkplatz von Grotelle, wo der Weg zu den Seen ausschließlich Fußgängern vorbehalten ist.
Die Höhenlage — das Tal erreicht auf Höhe des Parkplatzes etwa 1400 m — fordert auf den steilsten Abschnitten zusätzliche Anstrengung, in einer Hochgebirgslandschaft, die sich deutlich vom Rest des küstennahen Korsikas unterscheidet.
Wie man die Tour angeht
Der Zugang zum Tal ist im Sommer reglementiert: Die Straße ist wegen des Andrangs oft ab einem bestimmten Punkt für den motorisierten Verkehr gesperrt, mit von der Gemeinde eingerichteten Shuttles. Mit dem Rad stellt diese Einschränkung kein Problem dar und erlaubt es sogar, eine ruhigere Straße zu nutzen, um zu den seitlichen Wegen zu gelangen.
Das Wasser der Wildbäche ist trotz seines klaren Aussehens nicht ohne Aufbereitung trinkbar — besser mit ausreichendem Vorrat aufbrechen, zumal zuverlässige Quellen seltener werden, sobald man tiefer ins Tal vordringt.
Wann hinfahren
Juni bis September bietet die besten Bedingungen, sobald der Schnee in der Höhe geschmolzen ist. Juli-August bringt einen starken touristischen Andrang auf der Zufahrtsstraße, teilweise ausgeglichen durch die bereits bestehende Beschränkung des motorisierten Verkehrs.
Gut zu wissen
Corte, Universitätsstadt und ehemalige korsische Hauptstadt, bietet eine größere Auswahl an Unterkünften als die meisten Bergdörfer der Insel, mit praktischem Zugang zu anderen Massiven Zentralkorsikas wie dem Monte Cinto oder dem Wald von Vizzavona.
