Der Col d’Allos verbindet das Ubaye-Tal mit dem oberen Verdon-Tal und zählt zu den ältesten und geschichtsträchtigsten Pässen der Route des Grandes Alpes sowie zu den nahezu ständigen Stationen der Tour de France der Vorkriegszeit.
Ein langer Anstieg mit gleichmäßiger Steigung
Von Barcelonnette aus sind es 16,9 km bei 1.105 Höhenmetern, mit einer Durchschnittssteigung von 6,5 % und einem steilsten Abschnitt von rund 11,8 %. Der Gipfel liegt auf 2.250 m Höhe, an der Grenze zwischen dem Ubaye-Tal und dem oberen Verdon-Tal.
Fast drei Jahrzehnte in der Tour de France
Zwischen 1911 und 1939 fehlte der Col d’Allos in kaum einer Ausgabe der Tour de France und wurde 1911 erstmals von François Faber überquert. 2000 kehrte er zurück, als Erster am Gipfel mit Pascal Hervé, und 2015 auf der von Simon Geschke gewonnenen Etappe nach Pra-Loup. Er bildet zudem eine wesentliche Etappe der Route des Grandes Alpes, deren Straßen auf militärische Bauarbeiten der 1860er-Jahre zurückgehen, die das neu annektierte Savoyen und Nizza mit dem übrigen Frankreich verbanden: Ein historisches Refuge Napoléon steht noch heute nahe dem Gipfel.
Wie man die Tour angeht
Die Steigung bleibt über die gesamte Auffahrt bemerkenswert gleichmäßig, ohne brutale Rampen, was ein konstantes Tempo eher belohnt als sprunghafte Anstrengungen.
Wann hinauffahren
Von Mai bis Oktober: Schnee kann die Straße in dieser Höhenlage bis weit in den Frühling hinein sperren, und der Pass schließt in der Regel schon mit den ersten Schneefällen im Herbst wieder.
Gut zu wissen
Barcelonnette, der Startort, ist die historische Hauptstadt des Ubaye-Tals und bekannt für ihre im mexikanischen Stil errichteten Villen, die von Auswanderern erbaut wurden, die im 19. Jahrhundert im Ausland zu Reichtum gekommen waren.
