Der Col de la Colombière im Massiv der Aravis ist einer der symbolträchtigsten savoyischen Pässe der Tour de France. Von der Südseite ab Le Grand-Bornand aus befahren, bietet er einen zugänglicheren Anstieg als sein nördliches Gegenstück über den Col de Romme, behält aber ein forderndes Finale, das ihn zu einer Referenz für jeden durchreisenden Radfahrer in Haute-Savoie macht.
Das Profil ab Le Grand-Bornand
Ab Le Grand-Bornand sind es 11,7 km bei 690 Höhenmetern, also eine Durchschnittssteigung von 5,9%. Die Straße durchquert zunächst einen Tannenwald, bevor sie auf die offenen Almweiden des Aravis-Massivs trifft, mit einem sich schrittweise öffnenden Blick auf die umliegenden Gipfel. Der letzte Kilometer ist deutlich selektiver, mit einem Abschnitt über 10%, bevor der Gipfel auf 1613 m erreicht wird.
Wie man die Tour angeht
Die erste Hälfte des Anstiegs, recht flüssig zu fahren, erlaubt es, ein tragbares Tempo zu halten, ohne zu sehr in die Reserven zu gehen. Im letzten, steileren und exponierteren Kilometer gilt es, Reserven zu behalten. Für eine vollständigere Ausfahrt können erfahrene Kletterer ab Scionzier oder Cluses starten und den Col de Romme vor der Colombière anhängen, wodurch sie die von der Tour de France gefürchtete Doppelbesteigung nachfahren.
Wann hinauffahren
Von Mai bis Oktober, da die Straße im Winter wegen Schnee meist gesperrt ist. Juni und September bieten gute Bedingungen mit weniger Andrang als im Hochsommer, wenn der Pass auch zahlreiche Wanderer und Ausflugsfahrzeuge anzieht.
Gut zu wissen
Le Grand-Bornand, ein Dorf im Herzen des Reblochon-Landes, bietet eine große Auswahl an Unterkünften und Zugang zu weiteren renommierten Pässen des Aravis-Massivs wie dem Col des Aravis oder dem Col de la Croix Fry, um einen mehrtägigen Radurlaub zusammenzustellen.