Auf dem Papier mit seinem Schnitt von 4,2 % unscheinbar, trägt der Col de Portet-d’Aspet dennoch eines der bewegendsten Kapitel der Radsportgeschichte, festgehalten auf einem Denkmal nahe seinem Gipfel.
Ein allmählicher Anstieg mit einem Peitschenhieb am Ende
Von Aspet aus sind es 14,3 km bei 594 Höhenmetern, im Schnitt 4,2 %. Die Straße bleibt über den größten Teil der Strecke moderat, bevor sie im letzten Kilometer deutlich anzieht, mit Passagen nahe 10 % bis zum Pass auf 1.069 m.
Das Casartelli-Denkmal
Am 18. Juli 1995 stürzte der italienische Rennfahrer Fabio Casartelli in der Abfahrt des Col de Portet-d’Aspet während der 15. Etappe der Tour de France tödlich. Ein nahe dem Gipfel errichtetes Denkmal hält sein Andenken wach – ein Ort des Innehaltens für zahlreiche vorbeikommende Radfahrer.
Eine schmale Straße, die Vorsicht verlangt
Der Pass schlängelt sich durch dichten Wald, mit schmaler Fahrbahn und teils unübersichtlichen Kurven – eine nützliche Erinnerung daran, dass auf dieser Straße, bergauf wie bergab, Vorsicht ebenso zählt wie Leistung.
Wie man die Tour angeht
Eine gute Beleuchtung vorne/hinten und gut eingestellte Bremsen sind hier nützlicher als eine extra-kompakte Kurbel: Die Waldstraße kann selbst am helllichten Tag schattig sein, und die Abfahrt verlangt besondere Wachsamkeit.
Gut zu wissen
Der Col de Portet-d’Aspet lässt sich problemlos mit dem benachbarten Col de Menté zu einer anspruchsvollen Rundtour durch das Comminges kombinieren – zwei geschichtsträchtige Tour-de-France-Anstiege in einer einzigen Ausfahrt.