Seit 2018 gehört der Col de Portet zum sehr exklusiven Kreis der gefürchtetsten Anstiege außer Kategorie der Pyrenäen, auf einer Straße, die bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nie im Rennen befahren worden war.
Ein neuer, aber schon jetzt legendärer Anstieg
Von Saint-Lary-Soulan aus steigt die Straße auf 16 km um rund 1420 Höhenmeter an, im Schnitt 8,7 %, bis auf 2215 m Höhe. Ohne nennenswertes Flachstück auf der gesamten Strecke reiht die Auffahrt anhaltende Rampen durch Almweiden und enge Kehren aneinander, in einer kargen Landschaft, wie sie für die hohen Pyrenäentäler typisch ist.
Eine für die Tour de France asphaltierte Straße
Lange Zeit nur ein Weideweg zu den Sommerweiden, wurde der obere Abschnitt des Col de Portet erst im Hinblick auf seine Aufnahme in den Kalender der Tour de France asphaltiert. Am 25. Juli 2018, bei der 17. Etappe, einer kurzen 65-km-Etappe ab Bagnères-de-Luchon, lieferte das Rennen dort eine seiner explosivsten Bergankünfte der letzten Jahre: Der Kolumbianer Nairo Quintana setzte sich am Gipfel eines Anstiegs durch, der von Anfang an als einer der härtesten galt, die das Peloton je bestiegen hatte.
So gehst du die Auffahrt richtig an
Eine Kompakt- oder Dreifachkurbel ist unverzichtbar, um die Regelmäßigkeit der Steigung über 16 km ohne Verschnaufpause durchzuhalten. Isolierte Trinkflaschen sind kein Luxus: In dieser Höhe können die Bedingungen selbst im Hochsommer schnell umschlagen.
Wann hinauffahren
Von Juni bis September, da sich der Schnee bis zum späten Frühling in den Höhenlagen halten kann. Der Sommer bleibt die sicherste Zeit, um eine freie Straße und offene Ausblicke auf die benachbarten Gipfel zu genießen.
Gut zu wissen
Saint-Lary-Soulan, ein sowohl im Sommer als auch im Winter belebter Ferienort, bietet praktischen Zugang zu weiteren großen Pässen der Region wie dem Col de Peyresourde oder dem Col d’Aspin, die beiden Tour-de-France-Kennern bereits bestens vertraut sind.
