Kurz, aber ausgesprochen steil, dient der Col de Romme meist als Auftakt vor dem Col de la Colombière und bildet mit ihm eines der gefürchtetsten Doppel der Nordalpen.
Ein steiler Anstieg von den ersten Metern an
Von Cluses aus sind es 9,3 km bei 813 Höhenmetern, mit einer Durchschnittssteigung von 8,7 %, mit Passagen über 13 % gleich im ersten Kilometer. Das Profil lässt bis zum Gipfel auf 1297 m Höhe kaum eine Verschnaufpause, wo die Straße Richtung Le Reposoir umschwenkt, bevor sie erneut zur Colombière hinabführt.
Das Duo Romme-Colombière bei der Tour de France
Der Col de Romme ist zu einem Klassiker auf dem Weg zur Colombière geworden, regelmäßig von der Tour de France befahren. 2018, bei der 10. Etappe, überquerte Julian Alaphilippe den Gipfel von Romme als Erster, bevor er am Gipfel der Colombière siegte – ein Doppelsieg, der den Beginn seines Griffs nach dem Bergtrikot in jener Saison markierte. Auch Fränk Schleck (2009) und Michael Woods (2021) hatten den Pass vor ihm als Erste überquert.
Wie man die Tour angeht
Eine Kompaktkurbel erleichtert den Umgang mit den Rampen von über 13 % im unteren Teil des Anstiegs, ohne sich zu früh zu verausgaben, zumal die Kombination mit der Colombière kaum Zeit zur Erholung lässt.
Wann hinauffahren
Von Mai bis Oktober, da die Straße oberhalb Richtung Colombière bei Schnee im Winter geschlossen bleibt, in der Regel von Ende Dezember bis Ende März.
Gut zu wissen
Cluses, die Ausgangsstadt im Talgrund des Arve-Tals, ermöglicht einen einfachen Zugang zu weiteren großen Pässen der Haute-Savoie und ist damit eine praktische Basis, um mehrere Anstiege über mehrere Tage zu verbinden.