Der Col de Turini im Hinterland von Nizza verdankt seine Bekanntheit der Rallye Monte Carlo, deren Nachtetappe seit Jahrzehnten über seine Kehren führt. Für Radfahrende ist es eine lange, abwechslungsreiche Auffahrt durch Wälder und hoch gelegene Dörfer der Alpes-Maritimes.
Das Profil ab Sospel
Ab Sospel sind es etwa 24,1 km bei 1244 Höhenmetern, also ein recht gleichmäßiger Durchschnitt von 5,2 % bis in die Nähe von Moulinet. Die steilste Passage, rund 11,4 %, liegt in den ersten Kilometern nach Sospel; danach steigen die letzten zwölf Kilometer ab Moulinet in einem regelmäßigen Rhythmus von 8 bis 9 % an.
Wie man die Tour angeht
Die Länge des Anstiegs verlangt, die Kraft von Beginn an einzuteilen, statt in der steilen Anfangspassage zu schnell loszufahren. Eine Kompakt- oder Dreifachkurbel erleichtert die Bewältigung der anspruchsvollen Prozente in der zweiten Hälfte auf einer gut asphaltierten Straße, die keine Verschnaufpausen bietet.
Wann hinauffahren
Von April bis Oktober, wobei die Straße im Allgemeinen ganzjährig befahrbar bleibt, sich die Bedingungen in der Höhe außerhalb der Saison aber verschlechtern können. Die oft baumfreien Kehren sind Wind und Temperaturschwankungen ausgesetzt: Für die schattigen Abschnitte empfiehlt sich eine winddichte Schicht.
Gut zu wissen
Sospel, ein mittelalterliches Dorf am Fuß des Passes, bietet eine gute Auswahl an Unterkünften und praktischen Zugang zu weiteren Auffahrten des Hinterlandes wie dem Col de Braus. Der Gipfel, das ganze Jahr über von Rallyefans besucht, markiert zudem den Übergang zum Vésubie-Tal.
