Seit der Römerzeit überquert und berühmt für sein tausendjähriges Hospiz, verbindet der Grand-Saint-Bernard das Schweizer Wallis mit der italienischen Vallée d’Aoste über einen der ältesten noch für Radfahrer geöffneten Alpenpässe.
Ein gleichmäßiger Anstieg auf 2469 m
Von Bourg-Saint-Pierre aus sind es 12,4 km bei 850 Höhenmetern, im Schnitt 6,9 % ohne nennenswerte Flachstücke. Die Straße steigt auf einem Großteil der Strecke über die Waldgrenze hinaus an und ist auf den letzten Kilometern vor dem Pass dem Wind ausgesetzt.
Ein geschichtsträchtiger Ort
Auf dem Gipfel befindet sich das im 11. Jahrhundert gegründete Hospice du Grand-Saint-Bernard, das lange ein unverzichtbarer Zufluchtsort für Reisende auf dem Weg über die Alpen war und heute mit den berühmten Bernhardinerhunden verbunden wird, die für die Bergrettung eingesetzt wurden.
So gehst du die Ausfahrt an
Die Höhe des Passes erfordert selbst im Sommer eine warme Schicht, da die Temperaturunterschiede zwischen Tal und Gipfel deutlich ausfallen können. Eine Kompakt- oder Dreifachkurbel erleichtert die Dosierung der Kraft über die gesamte Länge des Anstiegs.
Wann hinauffahren
Von Juni bis September, da die Straße angesichts der Höhe des Passes – einer der höchsten der Westalpen – bis in den späten Frühling hinein schneebedingt gesperrt bleiben kann.
Gut zu wissen
Der 1964 eröffnete Straßentunnel Grand-Saint-Bernard ermöglicht die ganzjährige Verbindung nach Italien, doch der Pass selbst bleibt dem sommerlichen Verkehr vorbehalten – ein Glücksfall für Radfahrer, die von einer deutlich ruhigeren Straße profitieren.
