Die Monts d’Arrée, der höchste Punkt der bretonischen Binnenlandes, überschreiten keine 400 m Höhe — doch ihre Landschaft aus Heideland, Mooren und Granitblock-Chaos vermittelt einen Eindruck von Relief, der weit über das hinausgeht, was die Zahlen nahelegen. Ein untypisches Gravel-Terrain, meilenweit entfernt vom gewohnten Küstenbild der Region.
Eine Route zwischen Heideland und Felschaos
Ab Huelgoat, berühmt für seinen Wald und sein Chaos aus Granitblöcken, steigt die Route allmählich zu den Kämmen der Monts d’Arrée hinauf und führt dabei am Roc’Trévezel vorbei, dem freiesten Aussichtspunkt des Massivs. Rechnen Sie mit etwa 45 km und 550 Hm, auf einem Terrain, das Heidewege, Waldpfade und kleine Kammstraßen abwechselt.
Die Landschaft, oft als bretonisches “Ende der Welt” bezeichnet, vereint Moore, Ginster und Heidekraut in der Höhe, mit weitreichenden Ausblicken bei klarem Wetter — bis zur Iroise-See unter besten Bedingungen.
Wie man die Tour angeht
Das ozeanische Klima der Bretagne macht das Wetter selbst im Sommer wechselhaft: Eine Windjacke sollte man auch bei morgens angekündigtem schönem Wetter mitnehmen. Manche Heidewege graben sich nach Regen ein, was die Passage technischer machen kann als erwartet — ein Gravel-Reifen mit etwas Profil ist auf diesem Terrain einem semi-slicken Reifen vorzuziehen.
Wann hinfahren
Von April bis Oktober, wobei Phasen mit anhaltendem Regen zu vermeiden sind, die manche Heidewege matschig machen. Der Herbst bietet ein schönes Licht über dem Heideland gegen Ende der Blüte.
Gut zu wissen
Huelgoat, mit seinem Wald und See, bietet ein solides Unterkunftsangebot für ein Dorf dieser Größe, mit praktischem Zugang zum Regionalen Naturpark Armorique, der das gesamte Massiv umfasst.
