Die Loire à Vélo, eine der meistbefahrenen Radstrecken Frankreichs, folgt dem längsten Fluss des Landes über hunderte nahezu flache Kilometer und durchquert dabei die größte Ansammlung königlicher und aristokratischer Schlösser Europas. Es ist eine Strecke, die zum gemächlichen Tempo einlädt: wenig Höhenunterschied, viel Kulturerbe auf jeder Etappe.
Ein konzentrierter Abschnitt aus Schlössern und königlichen Städten
Die hier vorgestellte Strecke, von Orléans bis zur Atlantikmündung in Saint-Brevin-les-Pins, entspricht dem historischen und touristischen Herzstück der Loire à Vélo: Auf diesem Abschnitt konzentrieren sich die bekanntesten Schlösser (Chambord, Chenonceau, Amboise, Villandry, Azay-le-Rideau…), meist von der Strecke selbst aus sichtbar oder über einen kurzen Abstecher erreichbar.
Die seit über zwanzig Jahren gepflegte und ausgeschilderte Strecke wechselt zwischen einem eigenständigen Grünweg entlang der Loire-Deiche und einigen mit begrenztem lokalem Verkehr geteilten Abschnitten, insbesondere beim Durchqueren der großen Städte (Orléans, Tours, Angers, Nantes).
Nicht alles auf einmal nötig
Jede Etappe entspricht einer gut mit dem Zug erreichbaren Stadt, was es ermöglicht, die Strecke nach Belieben zu betreten oder zu verlassen, an einem Wochenende oder über mehrere Wochen. Für ein erstes unverbindliches Erlebnis bietet die Runde Blois-Chambord-Cheverny (separat auf der Seite vorgestellt) einen ausgezeichneten Eindruck der Schlossatmosphäre an nur einem Tag, bevor man sich eventuell an einen längeren Abschnitt wagt.
Wie man die Tour mit der Familie angeht
Das insgesamt flache Relief und die durchgehende Beschilderung machen sie zu einer der zugänglichsten Familien-Radstrecken Frankreichs, auf nahezu der gesamten Strecke mit Anhänger oder Kindersitz für die Kleinsten befahrbar. Die Dichte der durchquerten Städte und Dörfer erleichtert die Logistik (Unterkunft, Verpflegung, Reparatur) erheblich, selbst bei später Buchung.
Wann losfahren
Die ideale Zeit erstreckt sich von April bis Oktober, mit einem Besucherhöhepunkt im Juli-August an den meistbesuchten Schlössern. Der Frühling und der frühe Herbst bieten oft bessere Bedingungen: weniger Warteschlangen an den Schlössern, angenehmere Temperaturen zum Radfahren mit Kindern.
Gut zu wissen
Zahlreiche Fahrradverleiher entlang der Strecke bieten einen Gepäcktransport von Etappe zu Etappe an, was das Erlebnis für Familien, die nicht bepackt fahren möchten, erheblich erleichtert.