Der Jura hat nicht den bergigen Ruf der Alpen oder Pyrenäen, aber manche seiner Pässe sind alles andere als harmlos. Der Mont Poupet, der Arbois und seine Weinberge überragt, ist dafür ein Beispiel: ein kurzer, aber regelrecht steiler Anstieg zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte des ersten jurassischen Plateaus.
Ein kurzer, aber intensiver Anstieg
Ab Arbois, der historischen Hauptstadt des Vin Jaune, steigt die Straße über etwa 8 km bei 480 Höhenmetern, was einer Durchschnittssteigung von nahezu 6 % entspricht, die deutlich steilere Passagen verbirgt — manche Abschnitte überschreiten 12 %. Eine unregelmäßige Steigung, die den Anstieg anspruchsvoller macht, als es der Gesamtdurchschnitt vermuten lässt.
Am Gipfel, auf 833 m, überragt der Aussichtspunkt die Reculée der Planches-près-Arbois, einen durch Erosion geformten Felsenkessel, charakteristisch für das jurassische Relief, mit dem Weinberg von Arbois sichtbar in der Tiefe.
Wie man die Tour angeht
Eine Kompaktkurbel oder ein Dreifachkettenblatt erleichtert die steilsten Passagen deutlich. Die stellenweise schmale Straße bleibt insgesamt in gutem Zustand, mit mäßigem Verkehr außerhalb der Sommerwochenenden.
Wann hinfahren
Von April bis Oktober, wobei die Wintermonate zu vermeiden sind, in denen die Straße in der Höhe vom Frost betroffen sein kann, da der Jura für diese Breite strengere Winter als der nationale Durchschnitt erlebt.
Gut zu wissen
Arbois, eine für Vin Jaune und Vin de Paille bekannte Weinstadt, bietet eine für einen Aufenthalt geeignete Auswahl an Unterkünften, der Radfahren mit önologischer Entdeckung verbindet, mit praktischem Zugang zu Salins-les-Bains und seinen UNESCO-gelisteten Salinen.