Der Muro di Sormano, hoch über dem Comer See, hat sich während seines kurzen Auftritts beim Giro di Lombardia in den 1960er-Jahren den Ruf der brutalsten Wand des italienischen Radsports erworben, bevor er als Referenz für Hobbyradfahrer wiederauferstand.
Ein Anstieg, der in einer Wand endet
Von Nesso am Ufer des Comer See aus klettert die Straße über 13,5 km bei 1100 Höhenmetern bis zur Colma di Sormano, durch ein bereits anspruchsvolles, aber auf dem Großteil der Strecke fahrbares Profil. Der letzte anderthalb Kilometer verändert die Natur des Anstiegs radikal: Das ist der eigentliche Muro, eine Steigung, die stellenweise 25% übersteigt, gesäumt von auf die Straße gemalten Sprüchen, die die Radfahrer in der Schwierigkeit ermutigen sollen.
Wie man die Tour angeht
Eine Kassette mit großer Bandbreite, etwa 32 bis 34 Zähne, ist nicht verhandelbar, wenn man hoffen will, die letzte Wand ohne Absteigen zu überwinden. Am besten hebt man sich möglichst viele Kräfte für diesen letzten anderthalb Kilometer auf, denn der vorangehende Teil des Anstiegs bleibt im Vergleich deutlich zugänglicher.
Wann hinaufklettern
Von April bis Oktober, wobei die Straße das ganze Jahr über befahrbar bleibt, der touristische Verkehr rund um den Comer See im Sommer jedoch dichter wird. Frühling und früher Herbst bieten ruhigere Bedingungen, um die Wand unter guten Voraussetzungen anzugehen.
Gut zu wissen
Bellagio, wenige Kilometer entfernt am Ufer des Sees, bietet eine große Auswahl an touristischen Unterkünften, mit praktischem Zugang zu weiteren Klassikern des Lario wie der Madonna del Ghisallo, für einen ganz auf den Comer See ausgerichteten Radurlaub.